CO2-Kosten

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CO2-Kosten

Der maximale Abgabesatz beträgt nach Gesetz 210 Franken pro Tonne CO2. Die Abgabe kann auch nur für einen der beiden Teilbereiche eingeführt werden, wenn im anderen Bereich das Ziel erreicht wird. Sie kann auch für Brenn- und Treibstoffe unterschiedlich hoch sein. CO2-Gesetz

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) prüfte 2017 die Lenkungswirkung des EHS (Emissionshandelssystems)und kam zu einem ernüchternden Fazit: «Generell kann gefolgert werden, dass das Schweizer EHS in der Verpflichtungsperiode 2013–2020 für die teilnehmenden Firmen praktisch keine direkten Anreize schafft, um den CO₂-Ausstoss zu reduzieren.»

Investitionen in neue Produktionsanlagen, in saubere Produkte und in innovative Lieferketten machen es möglich.

Trotz diesem positiven Trend werden die umweltrechtlichen Bestimmungen, so beispielsweise die Luftreinhalteverordnung, dauernd verschärft. Bisher sah die Verordnung für kleine
Holz-Zentralheizungen keine Messpflicht vor. Dies hat sich nun geändert. Die Verschärfung bedeutet einerseits zusätzlichen Aufwand und andererseits kann die Holzenergie ihre Leistungsfähigkeit bezüglich Umweltverträglichkeit nur eingeschränkt unter Beweis stellen. Dies steht zudem völlig im Widerspruch zur Tatsache, dass viele Landwirte oft Wald besitzen, wo neben Bauholz wertvolles Energieholz anfällt. Bis 2030 könnten gemäss „agrocleantech“ rund 3‘000 kleinere Schnitzelfeuerungs-Anlagen mit 50 kW Leistung oder 750 mittlere Schnitzelfeuerungs-Anlagen mit 200 kW Leistung betrieben werden. Daraus würde eine Wärmeproduktion von jährlich rund 330 GWh resultieren.23

Aus Sicht der SVP ist Holz als Energieträger praktisch CO2-neutral. In Schweizer
Wälder wächst mehr Holz als geschlagen wird und somit hat Holz ein Potenzial, welches es zu nutzen gilt. Durch die richtige Handhabung kann der Feinstaubausstoss
bereits heute reduziert werden, ohne neue Verbote und kaum einhaltbare Schwellenwerte.

Pospapier SVP


Klimakosten von Treibhausgas-Emissionen
Emissionen von Kohlendioxid (CO2) sind der Hauptverursacher des Klimawandels. Das Umweltbundesamt (⁠UBA⁠) empfiehlt für im Jahr 2021 emittierte Treibhausgase einen Kostensatz von 201 Euro2021 pro Tonne Kohlendioxid (t CO2) zu verwenden (1% Zeitpräferenzrate). Bei einer Gleichgewichtung klimawandelverursachter Wohlfahrtseinbußen heutiger und zukünftiger Generationen (0% Zeitpräferenzrate) ergibt sich ein Kostensatz von 698 Euro2021 pro Tonne Kohlendioxid. Dabei bezeichnet Euro2021 jeweils die Kaufkraft des Euro im Jahr 2021). Die Kosten infolge der ⁠Emission⁠ anderer Treibhausgase können mit Hilfe des Treibhausgaspotenzials (Global Warming Potential) analog ermittelt werden: Für Lachgas (N2O) gilt demnach der 265fache Satz der CO2-Kosten und für Methan (CH4) der 28fache Satz.

Die Schäden, die durch die ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen entstehen, werden im Zeitablauf steigen, beispielsweise da der Wert von Gebäuden und Infrastrukturen, die durch Extremwetterereignisse geschädigt werden, steigt. Daher steigen auch die anzusetzenden Kostensätze im Zeitablauf (Umweltbundesamt Deutschland)

 

Abgabe Beton pro m3: 0.25-1.40 CO2-Ausstoss/m3 = 200 kg CO2 

590 kg CO2/1000 kg Zement

Abgabe Asphalt/Tonne: 2.- CO2-Ausstoss pro Tonne = 50 kg CO2

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