Infrastrukturen erhalten und  CO2-neutral machen                     

Stichworte

Search for glossary terms (regular expression allowed)

Glossaries

Term Main definition
Kapillaren

Eine Kapillare ist ein sehr feiner, langgestreckter Hohlraum. Das Wort leitet sich vom lateinischen Wort capillus ab. (Wikipedia)

Zugriffe - 84
Kapillareffekt

Kapillarität oder Kapillareffekt ist das Verhalten von Flüssigkeiten bei Kontakt mit Kapillaren, also genügend engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen in Feststoffen. Die Poren der pyrolysierten Kohle können als Kapillaren wirken und somit Einfluss nehmen auf die Stoffaufnahme und -Abgabe.

Zugriffe - 63
Synonyms - Kapillarkräfte
Isotope

Kohlenstoff hat insgesamt 2 stabile Isotope12C und 13C. C kommt zu 98,9 % in der Natur vor, 13C zu 1,1%. C ist laut Definition der Bezugspunkt zur Messung von Atommassen: 1/12 der Masse dieses Kohlenstoffisotops ist 1u (atomare Masseneinheit).

(chemie.de)

Es sind insgesamt 15 Isotope zwischen 8C und 23C des Kohlenstoffs bekannt. Von diesen sind zwei, die Isotope 12C und 13C stabil und kommen in der Natur vor. Das Isotop mit dem größeren Anteil an der natürlichen Isotopenzusammensetzung ist 12C mit 98,93 %, 13C hat einen Anteil von 1,07 %. Die langlebigsten instabilen Isotope sind 11C, das mit einer Halbwertszeit von 20,364 Minuten unter β+-Strahlung in 11B übergeht und 14C, das mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren unter Betazerfall zu 14N zerfällt. Alle anderen Isotope haben nur kurze Halbwertszeiten von Sekunden oder Millisekunden.

12C=6 Neutronen (stabile Form)
13C=7 Neutronen
14C=8 Neutronen (dient der Altersbestimmung als Radiokarbonmethode)

Zugriffe - 3
Synonyms - Kohlenstoff-Isotope
Inert

Als chemisch inert (lat. für untätig, unbeteiligt, träge) bezeichnet man Substanzen, die unter den jeweilig gegebenen Bedingungen mit potentiellen Reaktionspartnern (Luft, Wasser, Edukte und Produkte einer Reaktion) nicht oder nur in verschwindend geringem Maße reagieren.

Elementarer Kohlenstoff ist eine inerte Substanz, die im Wasser, in verdünnten Säuren und Basen sowie in organischen Lösungsmitteln unlöslich ist. Bei hohen Temperaturen bindet er mit Sauerstoff und bildet Kohlenmonoxid oder Dioxid.

Pflanzenkohle ist eine inerte, also unverdauliche Substanz.

Zugriffe - 25
HTC

Unter Hydrothermaler Karbonisierung versteht man die Behandlung feuchter Biomasse mit heißem, unter hohem Druck stehendem Wasser zur Erzeugung eines kohleähnlichen Feststoffs. Die Grundlagen des Verfahrens wurden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts erforscht, eine großtechnische Nutzbarmachung rückt aber erst heute näher.

Ein wesentlicher Vorteil der HTC-Technologie liegt in dem Umstand begründet, dass die zur HTC-Kohleerzeugung verwendete Biomasse im Vergleich zu anderen thermochemischen Biomassekonversionsverfahren nicht erst energieintensiv getrocknet werden muss. Das in der Biomasse enthaltene Wasser nimmt beim HTC-Verfahren als wichtiges Reaktionsmedium an der Umwandlung der Biomasse teil.

Die Bandbreite der möglichen Verwertungspfade für HTC-Kohle ist groß. Neben der thermischen Nutzung als kohlendioxidneutrale Alternative für konventionelle Kohle ist v.a. die direkte stoffliche Verwertung interessant. Hier kommt z.B. die Nutzung als Bodenverbesserer, Brennstoff, Trägermedium für Katalysatoren, Ionentauscher und als Aktivkohle zur Aufreinigung von Abwasser und Abgasen in Frage.

Neben der direkten stofflichen Nutzung kommen für die HTC-Kohle auch die Verwertungspfade der klassischen Kohlechemie zur Herstellung von Plattformchemikalien in Frage. 

(Quelle: Fraunhofer Institute for Technological Trend Analysis INT)

Offen ist aktuell die Frage, wieweit die eher niedrige Prozesstemperatur von 180-280 °C allfällige Schadstoffe wie PAK etc. eliminieren kann.

Zugriffe - 48
Synonyms - Hydrothermale Karbonisierung
Holzschnitzelheizung

Vor allem ältere Anlagen haben gegenüber der Pyrolyse erhebliche Nachteile: Ihre Energieausbeute ist durch Verluste, hohen Feinstaubbelastungen und Asche gekennzeichnet. Die Asche muss zudem entsorgt werde.

Siehe auch 

Zugriffe - 5
Hemizellulose

Hemizellulose ist ein in pflanzlicher Biomasse vorkommender Vielfachzucker.

Er ist ein Bestandteil pflanzlicher Zellwände, deren Matrix aus fibrillärer, teilweise kristalliner Zellulose besteht. Diese fibrilläre Matrix wird bei der Verholzung zusätzlich von dem Makromolekül Lignin durchdrungen. Dadurch wird Lignozellulose gebildet.

Die Hemicellulose bildet somit einen Teil der Stütz- und Gerüstsubstanz von Zellwänden und macht 25 – 33% der Pflanzenmasse aus.

Zugriffe - 61
Graphiteffekt

Kohle kann bei der Mischung mit Mineral in Asphalt und Beton die Sieblinie dahingehend beeinflussen, dass die Lagerung der Körnung zu einem dichten Gefüge leichter abläuft. Da es auch als Festschmierstoff und Werkstoff für selbstschmierende Lager und Dichtungen Verwendung findet, scheint es auch bei Gestein als anfängliches Schmiermittel zu wirken. 

Zugriffe - 32
Graphit

Graphit ist eine natürlich vorkommende Modifikation des Kohlenstoffs (chemische Formel: C). Seine Atome ordnen sich in dem für Kohlenstoff typischen Hexagonal-Muster in Form eines Sechsecks an und bilden auf diese Weise ein hexagonales Schichtengitter. Die typische graue Farbe erhält Graphit durch seine undurchsichtigen grauen bis schwarzen Kristalle.

Zugriffe - 20
GIS-Kartenlösungen

GIS: Geographisches Informationssystem auf Kartenbasis. Die Wetterkarten sind einfache Beispiele einer GIS-Lösung

Zugriffe - 93
GEP-Daten

Genereller Entwässerungsplan. Dieser wird durch die Gemeinden («kommunaler GEP») und über ein gesamtes ARA-Einzugsgebiet («Verbands-GEP») bearbeitet. (VSA) Das Ziel sind u. a. intakte Abwasseranlagen (Schächte und Leitungen).

Zugriffe - 134
Fibrille

Eine Fibrille ist eine mikroskopisch kleine Faser. Es handelt sich um längliche Strukturen, die ein wesentlicher Bestandteil pflanzlicher Zellwände, der Muskeln, der Nerven und der Grundsubstanz des Bindegewebes sind. Sie bestehen aus Polysacchariden oder Proteinen. 

Mikrofibrillen (Durchmesser: 10-30 Nanometer) sind Bestandteile der pflanzlichen Zellmembran. Die  winzigen Fasern bestehen aus bis zu 20 kleineren Elementarfibrillen, die sich wiederum aus bis zu 50 Cellulosefäden zusammensetzen.

(pflanzenforschung.de)

Zugriffe - 22
Synonyms - Fibrillen
Exotherm

Eine chemische Reaktion ist exotherm, wenn sie mehr Energie freisetzt, als ihr zunächst als Aktivierungsenergie zugeführt wurde. (Die Bezeichnung kommt von griechisch ἔξω exo ‚außen‘ und θερμός thermós ‚warm‘, ‚heiß‘, ‚hitzig‘).

Siehe auch autotherm und endotherm

(Wikipedia)

Zugriffe - 22
Synonyms - Exotherme Reaktion,exotherm
Enzym

Ein Enzym, früher Ferment, ist ein Stoff, der aus biologischen Riesenmolekülen besteht und als Katalysator eine chemische Reaktion beschleunigen kann. Die meisten Enzyme sind Proteine (Eiweißkörper).  Ihre Bildung in der Zelle erfolgt daher, wie auch bei anderen Proteinen, über Proteinbiosynthese. Enzyme haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen: Sie steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen – von der Verdauung bis hin zur Herstellung und und Replikation der Erbinformationen.

(Wikipedia)

Zugriffe - 43
Entgiftung

Entgiften - Adsorption von Pharmaka


In den 1980er Jahren wurden zahlreiche humanmedizinische Studien zum Einsatz von Aktivkohle bei Vergiftungen veröffentlicht, aus denen sich wesentliche Rückschlüsse auf den Einsatz von Pflanzenkohle als Futtermittel ziehen lassen [253]. Die adsorbierende Wirkung von Aktivkohle kann zur Verhinderung der gastrointestinalen Aufnahme der meisten Medikamente und zahlreicher Toxine eingesetzt werden [550], wobei die Behandlung mit Pflanzenkohle in der Regel wirksamer als das Auspumpen des Mageninhaltes ist. Die wiederholte Einnahme von aktivierter Holzkohle verbessert die Eliminierung toxikologisch hochwirksamer Stoffe wie Aspirin, Carbamazepin, Dapson, Dextropropoxyphen, Herzglykosiden wie Dioxin und Digitoxin, Meprobamat (ein Vorläufer-Beruhigungsmittel der heute gebräuchlicheren Benzodiazepine), Phenobarbiton (auch Phenobarbital), Phenytoin (die letzten drei Substanzen sind Bestandteil von Beruhigungs- und Schlafmitteln bzw. Medikamenten gegen Epilepsie) und Theophyllin (ein Methylxanth in aus der Gruppe der Antiasthmatika). Zudem beschleunigt sie die Eliminierung vieler Industrie- und Umweltgifte.

Bei akuten Vergiftungen werden bei Erwachsenen 50 bis 100g aktivierter Pflanzenkohle und bei Kindern etwa 1g pro kg Körpergewicht verabreicht [550]. Die Autoren machen zudem darauf aufinerksam, dass keine ernsten Nebenwirkungen bei versehentlicher Einnahme bekannt sind. Finnische Ärzte empfehlen die wiederholte Einnahme von Holzkohle, um das Risiko zu vermindern, dass Toxine während der Passage durch den Verdauungstrakt vom Pflanzenkohle-Toxin-Komplex wieder desorbiert werden [577]. Im Allgemeinen gilt, dass wiederholte Verabreichung von Holzkohle die Wirksamkeit erhöht [184, 193].

Pestizide und Umwelttoxine
Die hervorragenden Adsorptionseigenschaften von Pflanzenkohle in Bezug auf zahlreiche Pestizide und Herbizide (z. B. [320, 528, 814]), deren Spuren sich häufig in Tierfutter finden [699], ist ein immer wichtigerer Grund für den Einsatz von Pflanzenkohle. Von besonderer Bedeutung ist hier die Adsorption von Glyphosat, einem Herbizid, das derzeit die meisten aus Südamerika importierten Futtermittel aus genmodifiziertem Mais, Raps und Soja kontaminiert. Ein weiterer Grund ist die seit Mai 2014 in Deutschland verbotene, aber in einigen Ländern noch immer zugelassene Sikkation mit Herbiziden kurz vor der Getreideernte [109]. Neben der Immobilisierung von Magnesium und Zink weist Glyphosat eine stark antibiotische Wirkung auf [520] und steht unter Verdacht, chronischen Botulismus zu verursachen oder zu begünstigen [301, 699]. Wie Herath et al. [355] zeigten, weisen aktivierte Pflanzenkohlen, die bei Temperaturen von über 700 °C hergestellt wurden, sehr gute Adsorptionseigenschaften für Glyphosat im sauren Milieu auf. Bei einem pH-Wert von 4 konnten 82% des in Wasser gelösten Glyphosats durch die Pflanzenkohle adsorbiert werden.

Quelle: "Biokohle" Springer Vieweg-Verlag
Die in Klammern gesetzte Nummern referenzieren im Buch auf die jeweiligen Studien.

Zugriffe - 60