Glossary

Wichtige Stichworte rund um Pyrolysekohle als CO2-Senkung in Baustoffen wie Asphalt, Beton, ungebundenen Güterwegen etc.

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Begriff Definition
Bitumenemulsionen

Statt heiss (150-220° C), kann Bitumen auch als Emulsion kalt eingesetzt werden. So hat sie deutlich mehr Klebekraft, als dauernd gekochtes Bitumen. Zudem sind Emulsionen klima-neutral, während Heissmischgut laufend CO2 abgibt. Bitumenemulsionen kennt man seit mehr als 100 Jahren. Sie sind in vielen Ländern ebenso Stand der Technik wie Heissmischgut. Sie lassen sich auch beliebig mit Recyclingasphalt mischen und tragen so zu einem konkreten Klimaschutz bei.

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Bodenbakterien

Bodenbakterien, vorwiegend im Boden lebende Bakterien. ... Ein einziges Gramm Erde aus der Rhizosphäre einer Pflanze kann eine Milliarde Bakterienzellen enthalten. Besonders hoch ist die Bakteriendichte in direkter Umgebung der Wurzeln (Rhizosphäre).

Welche Bodenbakterien gibt es?
Es gibt kugelförmige (Kokken), zylinderförmige (Stäbchen), wendelförmig (Spirillen, Spirochäten) Formen. Außerdem gibt es Bakterien mit Stielen (Caulobacter) oder mit Anhängen (Hyphomicrobium). Oft kommen Bakterien in Aggregaten wie Kugel- oder Stäbchenketten vor.

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Bodenkolloid

Bodenkolloide, Bodenbestandteile kleiner als 2 mm (kolloid); Tonminerale, mineralische Oxide und Hydroxide sowie Huminstoffe. In einer neutralen, stark verdünnten, salzarmen Bodenlösung liegen die Bodenkolloide fein verteilt vor. Bei hoher Konzentration (Austrocknung), in saurer oder salzhaltiger Lösung flocken die Teilchen wegen ihrer Oberflächenladung aus (Koagulation); dies beeinflußt das Bodengefüge. Durch intensive Tätigkeit der Bodenorganismen (z. B. Regenwürmer; Bioturbation*) entstehen als organisch-mineralische Verbindungen Ton-Humus-Komplexe, die ein stabiles Krümelgefüge ergeben. Auf die vielen, überwiegend negativen Oberflächenladungen der Bodenkolloide ist die Sorptions- und Austauschfähigkeit des Bodens für Kationen (Austauschkapazität, Ionenaustauscher) zurückzuführen. (Quelle: Spektrum.de)

*)Bioturbation ist das Durchwühlen und Durchmischen (Turbation) von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen.

Bioturbation ist das Durchwühlen und Durchmischen (Turbation) von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen.

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C-Senken

Wird Kohlenstoff aus einer Pyrolyse so eingesetzt, dass er für lange Zeit stabil dem Kreislauf entzogen wurde, sprechen wir von einer C-Senke. Diese Senken lassen sich zertifizieren.

(Pyrogenic Carbon Capture and Storage - PyCCS): Fachausdruck

Siehe auch Kohlenstoffsenke

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C-Senkungs-Dokumentation

Gemeinden oder Gemeindeverbünde bilden eine Einheit mit definierbaren Klimazielen: Alle zielführenden Projekte sollten dokumentiert und jährlich bilanziert werden können. Eine digitale Karte hilft bei der Planung und Orientierung als Gesamtüberblick. (Klima-Kataster)

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C-Senkungsmassnahmen

Gemeinden sitzen auf einem kleinen Vermögen von Rohstoffen! Mit der Umwandlung in Kohlenstoff lassen sich in der Gemeinde sinnvolle Kreisläufe bilden. Diese C-Senkungen erhalten ein geldwertes CO2-Zertifikat.

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C14-Methode

Mit der 14C-Methode – auch Radiokohlenstoffdatierung oder Radiokarbonmethode genannt – bestimmen nicht nur Archäologen das Alter von Funden. Auch den globalen Kohlenstoffkreislauf untersuchen Forscher mit dieser Methode. Sie beruht auf dem Zerfall eines bestimmten Kohlenstoffisotops, das in den oberen Schichten der Atmosphäre entsteht und später von allen Lebewesen und den Ozeanen auf der Erde aufgenommen wird.

(Quelle: https://www.weltderphysik.de/thema/hinter-den-dingen/c-14-methode/)

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Synonyme - Radiokarbonmethode
Carbon Black

Ruß (von ahd. ruos, dunkel-, schmutzfarben) ist ein schwarzer, pulverförmiger Feststoff, der je nach Qualität und Verwendung zu 80 % bis 99,5 % aus Kohlenstoff besteht. Ruß bezeichnet umgangssprachlich sowohl industrielle Produkte als auch unerwünschte, schädliche Nebenprodukte von Verbrennungsprozessen.

Industrieruß (englisch Carbon Black, CAS-Nr.: 1333-86-4) ist gezielt als Industrie-Grundstoff hergestellter Ruß. Industrieruß ist zweckbedingt eine Modifikation des Kohlenstoffs mit hohem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis und wird vor allem als Füllstoff und als Schwarzpigment verwendet.

Carbon Black ist technisch eng verwandt mit gewöhnlicher Pyrolysekohle, da zu ca. 96% aus reinem Kohlenstoff bestehend. Er wird bei Temperaturen von 1400-1700°C in Richtung Graphit hergestellt. Doch seine Ausgangsmaterialien sind i.d.R. nicht Biomassen sondern, Steinkohleöle, Teer, Mineralöle oder Erdgas. Doch auch Harze werden zu Carbon Black pyrolysiert.

Die Pyrolyse wird dann mit Wasser auf 900-1200°C abgekühlt. Mit Luft oder Reaktorgas kann dann der Kohlenstoff auf verschiedene Nutzungen hin abgestimmt werden.

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Cloud-basierten

Die Arbeitsdaten liegen nicht lokal vor sondern sind auf einem geschützten Computer im Internet abrufbereit.

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Co-Kompostierung

Im Unterschied zur Fermentierung, bei welcher unter Sauerstoffausschluss eine mikrobielle oder enzymatische Umwandlung organischer Stoffe in Säure, Gase oder Alkohol stattfindet, wird bei der kontrollierten Kompostierung mit Pyrolysekohle die hohe Bindefähigkeit der Kohlenoberfläche bzw. Porenverteilung genutzt. Diese verhindert die Fäulnisbildung.

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Synonyme - Fermentation
CO2-Bilanzkarte

Welche Mengen an CO2 werden erzeugt bzw. reduziert? In der Bilanzkarte lassen sich die Ein- und Ausgänge visualisieren und dokumentieren. Wichtig ist die Dokumentierung mit den Angaben zu Kohleherkunft, Zertifikat, Menge, Einsatzzweck, Einsatzort und Zeitpunkt der Verarbeitung für spätere Generationen. Denn C-Senken können nicht nur für Jahrzehnte sondern auch wesentlich länger den Kohlenstoff binden.

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CO2-Einsparung

Kohlendioxid hat eine Masse von 44 Gramm pro Mol (Mengeneinheit in der Chemie) – bei Kohlenstoff sind es 12 Gramm pro Mol. Somit ergibt sich ein Massenverhältnis von CO2 zu Kohlenstoff von 44/12 = 3,67. Das bedeutet: Aus der halben Tonne Kohlenstoff, die in einer Tonne Holz steckt, entstehen bei der Verbrennung etwa 1,83 Tonnen CO2.

Umgekehrt sparen wir mit 1 kg Kohlenstoff, welcher nicht mehr als CO2 entweicht 3,67x die Menge an CO2, also 3,67 kg.

Beispiel: Pro Jahr bindet eine ca. Buche 12,5 Kilo CO2. Es braucht folglich rund 80 neu gepflanzte Bäume, um dadurch jährlich 1000 kg CO2 zu kompensieren.

Mehr zu Bäumen und CO2-Bindung

 

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CO2-neutralen

In der Gesamtbilanz des CO2-Kreislaufes wird kein oder nur noch sehr wenig CO2 erneut in die Atmosphäre abgegeben.

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CO2-Zertifikate

CO₂-​Zertifikate stehen für die Menge an Emissionen, die kompensiert werden können, weil sie sich nicht weiter reduzieren lassen. Ein Zertifikat entspricht dabei einer Tonne Treibhausgase. In der CO2-Bilanz einer Gemeinde, Behörde oder Unternehmung wirken die Zertifikate als Ausgleich negativer Werte bzw. Bonus für positive Werte. Zertifikate werden ver- und gekauft, um damit die CO2-Bilanz möglichst auszugleichen.

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Dekarbonisierung

Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet die Umstellung eine Wirtschaftssektors bei der Verhinderung unnötiger CO2-Emissionen in der Herstellung. Teil davon ist die Doppelnutzung von Kohlenstoff-haltigen Materialien/"Abfällen" sowie pflanzlichen Biomassen als Energielieferanten und die Rückgewinnung des nahezu reinen Kohlenstoffs mittels Verschwelung (Pyrolyse). Das Ziel ist die Bindung von CO2 und damit die Entfernung aus dem CO2-Kreislauf.

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