Glossary

Wichtige Stichworte rund um Pyrolysekohle als CO2-Senkung in Baustoffen wie Asphalt, Beton, ungebundenen Güterwegen etc.

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Begriff Definition
BET-Messung

Die Gesamtoberfläche einer Kohle kann mit Gasanalysen gemessen werden. Als Messgas dient z. B. Stickstoff bei einer Temperatur von 70K (-203 Grad Celcius).Bei Poren kleiner als 2 nm = 20 Å kann es jedoch zu Diffusionsproblemen kommen. Als Alternative sehr feinporiger Kohle wird CO2 genommen (!) bei 273 K (-1.5 Grad Celsius).

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Beton Silizium

Mikrokieselsäure ist ein Nebenprodukt der Siliziummetallproduktion. Dies ist ein verdichtetes amorphes Pulver, gewonnen im metallurgischen Prozess von Silizium in einem elektrischen Lichtbogenofen. Es wird als Additiv zur Verbesserung der Eigenschaften von Beton- und Mörtelformulierungen verwendet. 

 

https://www.products.pcc.eu/de/id/1271375/mikrokieselsaure-silikastaub/

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Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfalt ist in den biologischen Wissenschaften ein Bewertungsmaßstab für die Fülle unterschiedlichen Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum oder in einem geographisch begrenzten Gebiet. 

(Wikipedia)

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Biofilm

Biofilme bestehen aus einer Schleimschicht (einem Film), in der Mischpopulationen von Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Algen, Pilze, Protozoen) in Konzentrationen von 1012 Zellen je Milliliter Biofilm und von mehrzelligen Organismen wie Rädertierchen, Fadenwürmern, Milben, Wenigborstern oder Insektenlarven, die sich von den Mikroorganismen ernähren, eingebettet sind. Sie werden im Alltag oft als sich glitschig-weich anfühlende, wasserhaltige Schleimschicht oder Belag wahrgenommen. 

(Wikipedia)

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Biogas

Eine Biogasanlage dient der Erzeugung von Biogas durch Vergärung von Biomasse. In landwirtschaftlichen Biogasanlagen werden meist tierische Exkremente (Gülle, Festmist) und Energiepflanzen als Substrat eingesetzt. Andere Biogasanlagen bereiten das gewonnene Gas zu Biomethan auf und speisen es ins Erdgasnetz ein.

(Wikipedia)

Die Verbrennung von Biogas erfolgt CO2-neutral: Denn die Pflanzen, die in der Biogasanlage vergoren werden, haben bis dahin genau die Menge CO2 gebunden, die bei der späteren Verbrennung von Biogas wieder freigesetzt wird.

Endprodukt ist das brennbare Biogas, ein Gemisch aus:

- Methan (50–75 %)
- Kohlendioxid (25–45 %)
- geringen Anteilen an Wasser und Spurengasen wie Schwefelwasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Ammoniak und Wasserstoff

Nachteile:

Zur Biogaserzeugung werden oft spezielle Energiepflanzen angebaut. Sie werden alleine aus dem Grund angebaut, um aus ihnen Biogas zu produzieren. Oft handelt es sich dabei um Mais, denn Mais liefert dem Landwirt die höchste Energie-Ausbeute. Weil der Maisanbau aber beschränkt ist, reduzieren sich die Energiemaisflächen bereits heute wesentlich und es kommen stattdessen spezielle Energiepflanzenmischungen zum Einsatz.

Doch der Anbau von Energiepflanzen auf beschränkten Flächen konkurriert mit der Nahrungsmittelproduktion und dem Schutz natürlicher Ökosysteme. Wenn für den Anbau von Energiepflanzen zum Beispiel Wälder abgeholzt werden, kann die Energiegewinnung aus Biomasse unterm Strich auch klimaschädlich sein.

(Quelle: https://www.badenova.de/blog/ueber-energievoll/)

Biogas ist kein Bestandteil der erwünschten CO2-Senkung, da in der Bilanz neutral.

Mit kleinen Mengen Pflanzenkohle kann jedoch die Methanmenge erhöht werden. Wird der faserige Reststoff aus der Biogasanlage zudem pyrolysiert, wird nicht nur das Volumen reduziert, auch werden einige Nährstoffe konserviert. Die Abwärme aus der Pyrolyse kann zur Trocknung der Gärreste genutzt werden.

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Synonyme - Biogas-Anlage
Biokunststoffe

Als bio-basierte Kunststoffe werden Kunststoffe bezeichnet, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt werden. Davon zu unterscheiden sind biologisch abbaubare Kunststoffe, denn biogene Herkunft und biologische Abbaubarkeit gehen nicht zwangsläufig miteinander einher. (Wikipedia)

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Biomasse-Kreisläufe

Verbrennen war gestern! Biomasse enthält viele wertvolle Rohstoffe, welche sich rückgewinnen lassen. Der Kohlenstoff ist ein Beispiel aus diesem Kreislauf. Um diese Kreisläufe kontrolliert zu betreiben, benötigen wir eine möglichst lückenlose Dokumentation. Unsere InfraGreen-CO2-Bilanzkarte dient diesem Zweck.

 

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Biomassen

Die Stoffbestandteile einstmals lebendiger Organismen: Pflanzen, Tiere etc.

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Synonyme - Biomasse
Bitumenemulsionen

Statt heiss (150-220° C), kann Bitumen auch als Emulsion kalt eingesetzt werden. So hat sie deutlich mehr Klebekraft, als dauernd gekochtes Bitumen. Zudem sind Emulsionen klima-neutral, während Heissmischgut laufend CO2 abgibt. Bitumenemulsionen kennt man seit mehr als 100 Jahren. Sie sind in vielen Ländern ebenso Stand der Technik wie Heissmischgut. Sie lassen sich auch beliebig mit Recyclingasphalt mischen und tragen so zu einem konkreten Klimaschutz bei.

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Bodenbakterien

Bodenbakterien, vorwiegend im Boden lebende Bakterien. ... Ein einziges Gramm Erde aus der Rhizosphäre einer Pflanze kann eine Milliarde Bakterienzellen enthalten. Besonders hoch ist die Bakteriendichte in direkter Umgebung der Wurzeln (Rhizosphäre).

Welche Bodenbakterien gibt es?
Es gibt kugelförmige (Kokken), zylinderförmige (Stäbchen), wendelförmig (Spirillen, Spirochäten) Formen. Außerdem gibt es Bakterien mit Stielen (Caulobacter) oder mit Anhängen (Hyphomicrobium). Oft kommen Bakterien in Aggregaten wie Kugel- oder Stäbchenketten vor.

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Bodenkolloid

Bodenkolloide, Bodenbestandteile kleiner als 2 mm (kolloid); Tonminerale, mineralische Oxide und Hydroxide sowie Huminstoffe. In einer neutralen, stark verdünnten, salzarmen Bodenlösung liegen die Bodenkolloide fein verteilt vor. Bei hoher Konzentration (Austrocknung), in saurer oder salzhaltiger Lösung flocken die Teilchen wegen ihrer Oberflächenladung aus (Koagulation); dies beeinflußt das Bodengefüge. Durch intensive Tätigkeit der Bodenorganismen (z. B. Regenwürmer; Bioturbation*) entstehen als organisch-mineralische Verbindungen Ton-Humus-Komplexe, die ein stabiles Krümelgefüge ergeben. Auf die vielen, überwiegend negativen Oberflächenladungen der Bodenkolloide ist die Sorptions- und Austauschfähigkeit des Bodens für Kationen (Austauschkapazität, Ionenaustauscher) zurückzuführen. (Quelle: Spektrum.de)

*)Bioturbation ist das Durchwühlen und Durchmischen (Turbation) von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen.

Bioturbation ist das Durchwühlen und Durchmischen (Turbation) von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen.

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