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Schichtaufbauten-Werterhaltung

Gut 80-90% aller aktuellen Deck- und Verschleissschichten asphaltierter Strassen werden mit einem Asphaltbeton im Heissverfahren hergestellt. Dieses Verfahren ist sehr bewährt, einfach in der Handhabung und preiswert. Unten liegende Asphaltschichten werden i.d.R. auch in dieser Bauweise erstellt.

Warum Deck- und Verschleissschichten?

Der Strassenaufbau erfolgt in Schichten. Die unteren Schichten dienen der Stabilität und dem Schutz vor Frost. Die sichtbare Schicht dient dem Komfort, aber auch zum Schutz der unten liegenden dickeren Schichten.

Die Kräfte, mit welchen schwere Fahrzeuge auf dieses Schichtpaket einwirken, sind gemäss Messungen bei ca. 6-10 cm unterhalb des Schichtpaketes am stärksten. D.h. die oberste Schicht muss flexibel genug diese Lasten nach unten ableiten können.

Diese Erkenntnis führte dazu, dass in der Vergangenheit grosser Wert auf die Stabilität der unteren Schichten gelegt wurde. So konnte man relativ dünne, einfache Deckschichten in Form von Oberflächenbehandlungen und kalten Dünnschichten (Mikrobelag) aufbringen.

Wichtig ist auch, welchen Zweck eine Strasse erfüllen muss: Viel Schwerverkehr (z. B. Autobahnen, Hauptstrassen) oder Zubringer in Quartiere mit wenig schweren Fahrzeugen.

Wenn das untere Schichtpaket für den oben genannten Zweck ausreicht, kann auch eine einfache Deckschicht für 10-20 Jahre ihre Funktion erfüllen.

Massgeblich ist, dass diese Deckschicht auch wasser- dicht ist. So kann kein Wasser in die unteren Schichten gelangen und diese schwächen.

Jedes dieser Verfahren hat seine Vor- und Nachteile. Für eine Planung sind somit Zweck und Aufgabe einer Sanierung und Werterhaltung zu bestimmen.

Themen zum Schichtaufbau

  • Höchstbelastung des Schichtpaketes
    Höchstbelastung des Schichtpaketes

    Die stärkste Einwirkung finden wir bei 6-10 cm unterhalb der Deckschicht. Normale Autos haben hier keine Wirkung. Für die Mehrheit der Verschleissschäden auf Asphaltstrassen sind somit hohe Achslasten verantwortlich. Sowohl der Druck wie die Vibrationen schwächen die Verbindung Bindemittel-Stein. Die untenliegende Tragschicht kann ihre stabile Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen. Bei einer erneuten Belastung zeigen sich dann Risse in der Deckschicht.

  • Rissbilder
    Rissbilder

    Dies sind verschiedene Rissbilder. A-C zeigen eine noch mehrheitlich intakte Deckschicht. Die Risse sollten jedoch rasch verschlossen/gefüllt werden. So kann kein Wasser im Winter eindringen und durch Frost weiteren Schaden verursachen. Bei Bild D gilt es abzuklären, ob ein Heissmischgutflick angebracht ist oder die ganze Fläche versiegelt werden kann. Denn oft sind solche Stellen Zeichen einer Schwäche im Untergrund. Diese hat durch schwere Achslasten die Deckschicht brechen lassen. Sind jedoch die Bruchstücke noch gut verbunden, kann eine flächige Versiegelung (ggfl. Schlämmung mit Sand und Quarz) die Stelle wieder funktionstüchtig machen. Lassen sich jedoch die einzelnen Bruchstücke leicht bewegen, ist dies ein Zeichen für eine lokale Ermüdung des Bindemittels oder eines Einbaufehlers. Dann ist das Ganze mit Heissmischgut zu ersetzen.

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