Digitale Gemeinde-Infrastruktur: Gesamtübersicht für Budget, Planung und Kostenentwicklung

Fragen:

Welche Vorkenntnisse sind nötig, um InfraTrace und StreetTrace einzusetzen?

Das ganze System - von der Erfassung von Felddaten mit Satellitenhilfe bis zur Bearbeitung im Büro ist nach 3-4 Stunden Einführung gut bedienbar. Sie benötigen grundlegende Kenntnisse zur Bedienung von PC-Programmen wie Office und mobilen Apps wie z. B. "WhatsUp" oder "Facebook". 

Was kostet das Ganze?

Mit einer Jahresmiete von CHF 550.- für Ihre Gemeindekarten, Kataster und Swisstopo-Hilfskarten sowie einer einmaligen Einrichtungsgebühr und Schulung für Ihre Arbeitsumgebung von CHF 1'500.- können Sie bereits loslegen. Die eigene Felderfassung via App kostet - je Lizenz - CHF 180.- pro Jahr. Diese Lizenz können sich mehrere Personen teilen. (Die Zugangsdaten sind für die Gemeinde als Ganzes gedacht.) Mit diesem Basispreis ist Ihr Infrastrukturprojekt jedoch noch leer. Je nach Aufgabenstellung und Wünschen liefern wir die Erfassungsmodule für Strassen, Wasser, Abwasser, Hydranten etc. Gerne besprechen wir mit Ihnen den sinnvollen Einstiegspunkt und die damit verbundenen Kosten.

Wie ist das Vorgehen?

Jede Gemeinde ist anders! Je nach personeller Situation passen wir den Einstieg an. Die Einführung wird damit Schritt für Schritt gemacht. Das Ziel einer umfassenden Verwaltung aller Tiefbauinfrastrukturen wird dabei in einer gemeinsamen Planung der Prioritäten festgelegt.

Woher kommen die Daten?

Die Gemeinde ist Datenherrin über alle von ihr in Auftrag gegebenen Infrastrukturprojekte: Alle Katasterkarten, Werkleitungen für Wasser und Abwasser (LKMap/LKBE), GEP-Informationen sowie wertvolle Hilfskarten von Kanton und Bund gehören hier dazu. Die Gemeinde bestimmt somit, wie, wo und wer diese Daten bearbeitet. Einzig der amtliche Geometer ist mittels Vertrag ein Dienstleister, welcher während seiner Vertragszeit alle Nachführungen im Gemeindeauftrag erledigt. Somit kann die Gemeinde diese Informationen jederzeit auch in Eigenregie nützen. Beim Abbild aller Werkleitungen nach SIA 405 LKMap kommen noch die Werkleitungen für Energie, Telecom, Gas und Fernwärme als Hilfs-Karten (Lage und Verlauf) hinzu.

Verantwortlichkeit?

Technische Fachleute betreuen die Werkleitungen. Ob Ingenieurbüro oder in Eigenregie: Die Gemeinde kann diese Informationen einsetzen, um damit ein Gesamtbild über alle Infrastrukturthemen zu bekommen. Die Nachführungen werden durch die Fachleute gemacht und stehen der Gemeinde jederzeit auch zur Verfügung.

Mit der Strasse beginnen?

Die Gemeindestrassen sind ein guter Einstieg: Während der Erfassung der Strassen und ihrer Zustände können gleichzeitig alle wichtigen Wasser- und Abwassereinrichtungen (zwecks baulicher Massnahmen oder einer Etappensanierung) notiert werden: Schieberkappen, Schächte, Hydranten, Entwässerungseinrichtungen, Randabschlüsse, Markierungen, Grabenflicke geben ein gutes Bild der Etappe.

Koordination mit Werkleitungen?

Mit der digitalen Gesamtsicht aller Themen in der Gemeindekarte (Wasser, Abwasser, Strassen, Telecom, Energie etc.) lassen sich Sanierungen oder Erneuerungen besser planen und mit den Werken koordinieren.

Abwasserleitungen und GEP?

GEP ist eine sehr wichtiges und sinnvolles Kontrollinstrument: Viele Kanäle wurden in den Anfängen noch in Zement oder Normalbeton ausgeführt. Deren Lebensdauer ist beschränkt und Korrosion sowie Wurzeleinbrüche etc. machen sie undicht. Die Folgen können gravierend sein. Darum kann in der digitalen Gemeindekarte die GEP-Darstellung der Kanäle (Haltungen) und der Schächte in Farbe über ihren Zustand orientieren. Aber auch Spülpläne, Dichtheitsprüfungen, das Einziehen von Inlinern sowie Notizen zu Hausanschlüssen beginnen ein Gesamtbild zu ergeben.

Welche Dienstleistungen bieten wir?

Unter "Dienstleistungen" finden Sie die Stichworte dazu. I. d.R. nehmen wir in einem ersten Schritt mittels Video alle Strassen auf und legen damit die Prioritäten fest. Diese Videoetappen werden mit der Gemeindekarte verbunden.

Erhaltungsmassnahmen und Wiederbeschaffungswert WBW?

Die Gemeindeverantwortlichen in Bauverwaltung, Kommissionen und Gemeinderat sollten jederzeit den aktuellen Stand ihrer Infrastruktur kennen: Mit unseren Werkzeugen erhalten sie die nötigen Informationen, um daraus sinnvolle Erhaltungsmassnahmen ableiten und planen zu können. Vergleichen wir das Ganze mit einer Art Buchhaltung: Alle bestehen Werte sind verbucht. Im Laufe der Zeit verlieren sie jedoch an Wert (-) bzw. Sanierungen und Neubauten beeinflussen diesen Gesamtwert (+). Kennt die Gemeinde den Wiederbeschaffungswert ihrer Einrichtungen, kann sie den erwartbaren Wertverlust (je nach Lebensdauer eines Baukörpers 1.25-3%/Jahr) voraussehen und die nötigen Schritte frühzeitig einleiten.

 

Und die Zukunft?

Unsere Gemeindestrasssen sind ca. ca. 70-80jährig (als asphaltierte Version). Ebenso alt oder sogar älter sind viele Wasserleitungen. Abwasser wurde ab den 60iger-Jahren kontrolliert in ARA's geleitet. Die dafür notwendige Infrastruktur an Abwasserkanälen, Schächten etc. stammt mehrheitlich aus dieser Zeit. Diese Einrichtungen altern. Mit GEP und GWP wird versucht, Verfall und Bausubstanz - und damit die sichere Funktionstüchtigkeit - zu kontrollieren und - wo nötig - Einrichtungen zu erneuern. Das Ganze ist somit ein rollender Prozess, der von Generation zu Generation weitergegeben wird. Je mehr wir darüber wissen, desto genauer können wir die Zukunft dieser wichtigen Gemeindeeinrichtungen planen. Dank digitaler Werkzeuge wie InfraTrace/StreetTrace lässt sich dieser wichtige Prozess erheblich vereinfachen.

Kopfwissen weitergeben?

Das Thema "Digitale Gemeindeinfrastruktur" erstreckt sich über Generationen. Mit der digitalen Gemeindekarte kann eine Gemeinde das wertvolle Kopfwissen ihrer MitarbeiterInnen sammeln und speichern, aber auch neuen MitarbeiterInnen eine Übersicht zur Verfügung stellen. Bessere Orientierung und ein Gesamtbild helfen hier beim Einstieg!

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